PPI — Pixel Per Inch (Bildschirm)

PPI (Pixels Per Inch) beschreibt die Pixeldichte eines Bildschirms — wie viele Pixel auf einem Zoll Bildschirmfläche angezeigt werden. Ein iPhone 15 Pro hat etwa 460 PPI, ein normaler Desktop-Monitor etwa 96–110 PPI.

PPI betrifft also das Display, nicht das Bild selbst. Ein Bild hat keine inhärente PPI — es hat nur Pixel. Erst wenn du festlegst, wie groß das Bild dargestellt wird, ergibt sich eine effektive Pixeldichte.

DPI — Dots Per Inch (Druck)

DPI (Dots Per Inch) ist ein Druckbegriff und beschreibt wie viele Tintenpunkte ein Drucker pro Zoll drucken kann. Professionelle Drucker drucken mit 300–600+ DPI, Bürodrucker mit 150–300 DPI.

Im digitalen Kontext wird DPI oft fälschlicherweise gleichbedeutend mit PPI verwendet. Technisch sind sie verschieden, aber umgangssprachlich meinen die meisten mit „300 DPI" eigentlich „300 PPI" — also 300 Pixel pro Zoll bei einer bestimmten Ausgabegröße.

Warum wird DPI so oft falsch verstanden?

Der häufigste Irrtum: Viele denken, eine JPEG-Datei hat eine feste Auflösung von z.B. „72 DPI" und müsste auf „300 DPI umgerechnet" werden. Das ist falsch.

Ein Bild mit 3000 × 2000 Pixeln ist immer 3000 × 2000 Pixel — egal welche DPI-Angabe in den Metadaten steht. Die DPI-Angabe in einer Bilddatei ist nur ein Hinweis für Programme wie Photoshop oder Word, wie groß das Bild standardmäßig dargestellt werden soll.

Die tatsächliche Druckqualität hängt ausschließlich von der Pixelanzahl geteilt durch die Druckgröße in Zoll ab.

Die einfache Formel

Um die effektive Auflösung beim Druck zu berechnen:

  • Pixelbreite ÷ Druckbreite in Zoll = DPI
  • Beispiel: 3000 Pixel ÷ 10 Zoll (25,4 cm) = 300 DPI
  • Dasselbe Bild auf 20 Zoll gedruckt: 3000 ÷ 20 = 150 DPI (niedrigere Qualität)

Welche Auflösung für welchen Zweck?

VerwendungEmpfohlene AuflösungBeispiel
Website, Web-Anzeige72–96 PPI (wie der Monitor)1920×1080 px reicht für Full HD
Social Media72–96 PPI am ScreenInstagram: 1080×1080 px
Professioneller Druck300 DPI bei DruckgrößeA4 (21×29,7 cm) → 2480×3508 px
Haushaltsdrucker150–200 DPIA4 → 1240×1754 px reicht
Großformat-Druck72–150 DPIPlakat wird aus großem Abstand betrachtet
Bildschirmfoto Retina144–460 PPI1× Darstellung braucht 2× Pixel

Warum „72 DPI für Web"?

Die „72 DPI für Web"-Regel stammt aus den 1990ern, als alle Mac-Monitore 72 PPI hatten. Sie ist heute überholt — moderne Monitore haben 96–460 PPI. Die Aussage ist aber in einem anderen Sinne korrekt: Fürs Web spielt die DPI-Angabe im Bild keine Rolle, weil Browser nur die Pixelanzahl berücksichtigen, nicht die Metadaten.

💡 Merksatz: Für Web: Nur die Pixelanzahl zählt. Für Druck: Pixelanzahl ÷ Druckgröße in Zoll = tatsächliche Qualität. Die DPI-Angabe in der Datei ist nur ein Hinweis, keine physische Eigenschaft.

Bilder für den Druck vorbereiten

Wenn du ein Bild zum Drucken vorbereiten willst:

  • Bestimme die gewünschte Druckgröße in cm oder Zoll
  • Berechne die benötigten Pixel: Druckbreite in Zoll × 300 = benötigte Pixelbreite
  • Beispiel: A4-Bild (8,27 Zoll breit) → 8,27 × 300 = 2481 Pixel Breite nötig
  • Hast du zu wenig Pixel: Bild lässt sich nicht hochqualitativ drucken — Skalieren erzeugt keine neuen echten Details

Fazit

DPI und PPI beschreiben dasselbe Konzept für verschiedene Ausgabemedien (Druck vs. Bildschirm). Für Webprojekte sind nur Pixelabmessungen relevant — DPI-Angaben in Webbildern werden von Browsern ignoriert. Für Druck gilt die Formel: Pixel ÷ Ausgabegröße in Zoll = Druckqualität. 300 DPI ist der Standard für professionellen Druck; fürs Web reicht die Monitor-Auflösung.