Auswahl vor Technik
Wie beim Moodboard und beim Fotobuch gilt zuerst: streng auswählen. Eine Slideshow aus 25 starken Bildern in sinnvoller Reihenfolge ist mitreißender als eine aus 120 zusammengewürfelten. Eine erzählerische Reihenfolge (Ankunft → Höhepunkte → Abschied bei einer Reise; oder chronologisch bei einer Feier) gibt der Diashow einen roten Faden. Die Vorauswahl aus dem Foto-Fundus behandelt der Beitrag Fotos sichern und aussortieren.
Format und Auflösung
Das Zielmedium bestimmt das Format:
- Fernseher, YouTube, Beamer: 1080p quer (1920 × 1080, 16:9).
- Stories, Reels, TikTok: Hochformat 1080 × 1920 (9:16).
- Quadratischer Feed-Post: 1080 × 1080 (1:1).
Die einzelnen Fotos sollten mindestens so groß sein wie die Zielauflösung, damit nichts hochgerechnet und dadurch unscharf wird. Aus 4K würde man für eine 1080p-Slideshow herunterskalieren — kein Problem; von einem kleinen Web-Bild hochzurechnen dagegen sieht schlecht aus.
Der Ruhe-Trick: einheitliche Größen
Das häufigste Ärgernis wackeliger Slideshows: Fotos mit unterschiedlichen Seitenverhältnissen. In einem 16:9-Video werden Hochkant-Fotos entweder mit schwarzen Balken gezeigt oder beschnitten — und wenn das mal so, mal so passiert, springt das Bild. Zwei Lösungen:
- Vorher auf einheitliches Format bringen (siehe Mehrere Bilder auf gleiche Größe), damit alle gleich sitzen.
- Bewusst mit weichem Hintergrund arbeiten: Hochkant-Fotos vor einer unscharfen, formatfüllenden Version ihrer selbst — das kaschiert die Balken elegant.
Ohne Zusatz-App: die Bordmittel
- iPhone: Die Fotos-App baut aus einem Album automatisch Rückblick-Videos mit Musik; sie lassen sich anpassen und exportieren.
- Google Fotos: bietet unter „Erstellen" Filme/Animationen aus ausgewählten Bildern.
- Am Rechner: Präsentationsprogramme (PowerPoint, Keynote) können Folien mit Bildern und Übergängen als Video exportieren — ein unterschätzter, werbefreier Weg.
Timing und Musik
3–5 Sekunden pro Bild ist der bewährte Richtwert. Sanfte Übergänge (Überblenden) wirken ruhiger als harte Schnitte. Mit Musik hilft es, die Bildwechsel grob zum Takt zu setzen — das gibt der Diashow Rhythmus. Weniger ist auch hier mehr: Eine straffe, gut getaktete Slideshow bleibt in Erinnerung, eine überlange ermüdet.
Häufige Fragen
Womit erstelle ich eine Foto-Slideshow ohne teure Software?
Auf dem iPhone erzeugt die Fotos-App aus einem Album automatisch Rückblick-Videos; Google Fotos kann Ähnliches. Am Rechner gehen Präsentationsprogramme (als Video exportieren) oder kostenlose Videoeditoren. Für Social Media bieten die Plattformen selbst Diashow-Funktionen.
Welche Auflösung sollte eine Slideshow haben?
1080p (1920 × 1080) im Querformat für Fernseher und YouTube, oder 1080 × 1920 im Hochformat für Stories und Reels. Die einzelnen Fotos sollten mindestens so groß sein wie die Zielauflösung, damit nichts hochgerechnet werden muss.
Warum sollten die Fotos einheitliche Größen haben?
Weil eine Slideshow ein festes Videoformat hat (z. B. 16:9). Fotos mit unterschiedlichen Seitenverhältnissen werden entweder mit Balken gezeigt oder beschnitten. Bringt man sie vorher auf ein einheitliches Format, wirkt die Diashow ruhig statt springend.
Wie lang sollte ein Bild in der Slideshow zu sehen sein?
Etwa 3 bis 5 Sekunden pro Foto ist ein guter Richtwert — lang genug zum Betrachten, kurz genug, dass es nicht langweilig wird. Bei Musik hilft es, die Bildwechsel grob zum Takt zu setzen. Und lieber weniger, gut ausgewählte Bilder als hundert mittelmäßige.
Quellen
Apple — Rückblicke und Videos in Fotos · Google Fotos — Filme erstellen.