Tageslicht ist die halbe Miete

Die wichtigste Regel der Food-Fotografie: Tageslicht, kein Kunstlicht, kein Blitz. Warmes Deckenlicht macht Essen gelbstichig, der Blitz plattet es aus und wirft harte Schatten. Stell den Teller ans Fenster, das Licht seitlich einfallend (nicht von hinten, nicht von vorn) — das modelliert Textur und lässt Speisen frisch aussehen. Ein leicht bewölkter Tag ist das perfekte Foodlicht: weich und gleichmäßig.

Der Winkel richtet sich nach dem Gericht

GerichtBester Winkel
Pizza, Bowls, Suppen, flache Tellervon oben (90°)
Burger, Kuchen, Pasta mit Höheschräg (~45°)
Sandwiches, Schichtdesserts, Getränkeseitlich (fast waagerecht)

Faustregel: Flaches von oben, Hohes von der Seite. Ein Burger von oben zeigt nur ein Brötchen; schräg fotografiert sieht man die Schichten — und die machen Appetit.

Frische und Anrichtung

Essen sieht in den ersten Minuten am besten aus — danach fällt Schaum zusammen, Salat welkt, Eis schmilzt, Soßen trocknen an. Also erst aufbauen (Licht, Winkel, Hintergrund), dann anrichten, dann sofort fotografieren. Kleine Kniffe: frische Kräuter oben drauf, ein Spritzer Öl für Glanz, den Tellerrand sauber wischen, Besteck und ein Detail (Serviette, Zutat) für Kontext.

Der ruhige Hintergrund

Der Hintergrund soll das Gericht unterstützen, nicht ablenken: ein Holztisch, eine schlichte Platte, ein neutrales Tuch. Keine wilden Muster, keine volle Arbeitsfläche, kein Chaos im Hintergrund. Das Essen ist der Star.

Einheitlichkeit für die ganze Karte

Ein einzelnes tolles Foto zwischen lauter unterschiedlich beleuchteten Bildern wirkt zufällig. Der professionelle Eindruck entsteht durch Konsistenz: alle Gerichte am selben Ort, im selben Licht, aus ähnlichem Abstand, vor demselben Hintergrund fotografieren — am besten in einer Session. Danach alle auf dasselbe Format bringen (oft quadratisch für Portale). Wie man viele Bilder verzerrungsfrei auf einheitliche Maße bringt, steht im Beitrag Mehrere Bilder auf gleiche Größe.

Der technische Abschluss

  1. Quadratisch zuschneiden (viele Lieferportale wollen 1:1) mit dem Zuschneide-Tool, das Gericht formatfüllend und mittig.
  2. Auf die geforderte Größe skalieren und als JPG in hoher Qualität speichern.
  3. Verkleinern, wenn nötig: Damit die Speisekarte schnell lädt, die Bilder mit dem Kompressions-Tool auf eine vernünftige Dateigröße bringen — browser-lokal.

Häufige Fragen

Wie fotografiere ich Essen appetitlich mit dem Handy?

Das Wichtigste ist Tageslicht — seitlich einfallend, kein Blitz, kein gelbes Kunstlicht. Dazu ein sauberer, ruhiger Hintergrund, der richtige Winkel je nach Gericht und ein frisch angerichteter Teller. Frische zählt: Essen sieht in den ersten Minuten am besten aus.

Welcher Winkel passt zu welchem Gericht?

Von oben (90°) für flache Gerichte wie Pizza, Bowls, Suppen und aufgeräumte Anrichtungen. Schräg (etwa 45°) für Gerichte mit Höhe wie Burger, Kuchen, Pasta-Türme. Seitlich (fast waagerecht) für geschichtete Dinge wie Sandwiches oder Getränke.

Wie bekomme ich einheitliche Food-Fotos für die ganze Karte?

Immer gleiche Bedingungen: gleicher Ort am Fenster, gleiches Licht (bewölkter Tag ist ideal), gleicher Abstand, gleicher Hintergrund. Danach alle auf dasselbe Format zuschneiden. Ein einheitlicher Look wirkt professioneller als einzelne perfekte Bilder in wildem Stilmix.

In welcher Größe brauche ich Food-Fotos für Lieferportale?

Die Portale haben eigene Vorgaben, meist quadratische Bilder in einigen hundert bis über tausend Pixel Breite. Am besten scharf in ausreichender Auflösung aufnehmen, quadratisch zuschneiden und auf die geforderte Größe bringen. Zu große Dateien vorher verkleinern, damit die Karte schnell lädt.

Quellen

Apple — Fotografieren mit dem iPhone · MDN — Bild-Dateiformate.