Transparenz zuerst

JNRT Pixel ist das Tool dieser Website — dieser Vergleich ist also kein neutraler Fremdtest, und wir tun nicht so. Stattdessen legen wir die Kriterien offen, nennen die Punkte, an denen die Konkurrenz vorn liegt, und du kannst jedes Ergebnis in fünf Minuten selbst nachprüfen: alle drei Werkzeuge sind kostenlos und ohne Anmeldung nutzbar.

Die drei Kandidaten in einem Satz

  • TinyPNG (Tinify B.V.): der Klassiker seit 2012 — Bilder hochladen, serverseitig komprimieren, herunterladen. Berühmt für seine PNG-Farbquantisierung.
  • Squoosh (ursprünglich Google Chrome Labs): das Codec-Labor — läuft komplett im Browser, bietet MozJPEG, WebP, AVIF und OxiPNG mit Vorher-nachher-Schieberegler und allen Detail-Reglern.
  • JNRT Pixel (dieses Projekt): browser-lokale Einzweck-Tools für JPG, PNG und WebP — auf Deutsch, mit Stapelverarbeitung und ohne Upload.

Testaufbau

Drei typische Alltagsbilder, jeweils mit den Standard-Einstellungen des jeweiligen Tools komprimiert (bewusst: so nutzt es die Mehrheit): ein Smartphone-Foto (JPG, 4,2 MB, 4032 × 3024), ein UI-Screenshot mit Text (PNG, 1,8 MB) und eine Logo-Grafik mit Transparenz (PNG, 240 KB). Bewertet wurden Dateigröße, sichtbare Qualität bei 100-%-Ansicht und der Umgang mit den Daten.

Ergebnisse: Dateigrößen

TestbildTinyPNGSquoosh (Defaults)JNRT Pixel
Foto (JPG, 4,2 MB)1,1 MB0,9 MB (MozJPEG q75)1,0 MB (q80)
Screenshot (PNG, 1,8 MB)0,5 MB0,6 MB (OxiPNG)0,6 MB
Logo (PNG, 240 KB)68 KB95 KB82 KB

Die ehrliche Lesart: bei PNGs mit wenigen Farben ist TinyPNG weiterhin die Messlatte — die Farbquantisierung ist seit über einem Jahrzehnt der Kern des Dienstes und holt bei Logos und Grafiken die letzten Prozente heraus. Bei Fotos liegen alle drei nah beieinander; Squoosh gewinnt knapp, wenn man die Regler kennt und nutzt. Die Unterschiede von 10–20 % sind im Alltag selten entscheidend — die Wahl fällt über die anderen Kriterien.

Das wichtigere Kriterium: Wo landen deine Bilder?

KriteriumTinyPNGSquooshJNRT Pixel
Verarbeitungauf Tinify-Servernim Browserim Browser
Upload der Bilderjaneinnein
Limit (kostenlos)20 Bilder / 5 MB pro Bildkeinskeins
Stapelverarbeitungjanein (Bild für Bild)ja
OberflächeEnglischEnglischDeutsch/Englisch
Einstell-Tiefekeine (Automatik)sehr hochmittel (Qualitäts-Regler)

Für Urlaubsfotos ist der Server-Upload von TinyPNG unkritisch. Für Bewerbungsunterlagen, Ausweiskopien, Kundendaten oder unveröffentlichte Produktbilder ist er ein echter Unterschied: Was den Rechner nie verlässt, kann unterwegs nicht mitgelesen, gespeichert oder geleakt werden. Das ist der Grund, warum JNRT Pixel ausschließlich browser-lokal arbeitet — und derselbe Punkt spricht dort auch für Squoosh.

Wofür welches Tool? Die kurze Empfehlung

  • TinyPNG, wenn du unkritische Logos/Grafiken auf das letzte Kilobyte quetschen willst und der Upload egal ist — oder die API für Build-Pipelines nutzt.
  • Squoosh, wenn du Codecs vergleichen, AVIF testen oder mit Reglern das Optimum für ein einzelnes wichtiges Bild finden willst — das Werkzeug für Neugierige und Perfektionisten.
  • JNRT Pixel, wenn du auf Deutsch, ohne Upload und ohne Einarbeitung viele Bilder in einem Rutsch verkleinern willst — und danach gleich konvertieren, skalieren oder zuschneiden, ohne die Seite zu wechseln.

Und die ehrlichste Empfehlung von allen: teste es selbst. Nimm dein typisches Bild, jage es durch alle drei und vergleiche Größe und Qualität bei 100-%-Ansicht. Der ganze Test dauert kürzer als das Lesen dieses Artikels. Grundlagen zur Frage, wie viel Kompression ein Bild verträgt, stehen im großen Kompressions-Leitfaden.

Quellen

TinyPNG — offizielle Website · Squoosh — offizielle Website · Squoosh — Quellcode auf GitHub.