Regel 1: transparentes PNG, kein JPG
Der wichtigste Punkt zuerst: Ein Motiv sitzt auf einem farbigenUntergrund — dem Stoff des Shirts, der Keramik der Tasse. Hat dein Bild einen weißen oder farbigen Hintergrund, wird dieser als sichtbares Rechteck mitgedruckt. Nur ein PNG mit transparentem Hintergrund lässt den Untergrund um das Motiv herum durchscheinen. JPG kann keine Transparenz und ist deshalb das falsche Format. Warum das so ist, erklärt der Beitrag Alpha-Kanal und Transparenz.
Regel 2: hohe Auflösung — 300 dpi bei Druckgröße
Ein Textildruck wird aus nächster Nähe betrachtet, deshalb keine Kompromisse bei der Schärfe: 300 dpi bei der tatsächlichen Druckgröße. Richtwerte:
- Brustdruck 25 × 25 cm → ca. 2950 × 2950 px
- großer Rückendruck 30 × 40 cm → ca. 3540 × 4720 px
- Tassen-Motiv 20 × 8 cm → ca. 2360 × 945 px
Ein aus dem Web gespeichertes Logo (oft nur wenige hundert Pixel) reicht dafür nie. Am besten ist ein Vektor-Motiv (SVG), das sich verlustfrei auf jede Größe bringen lässt — daraus exportiert man dann ein hochauflösendes transparentes PNG.
Regel 3: der Farb-Schock
Farben auf Textil sind eine eigene Welt. Zwei Effekte überraschen regelmäßig:
- Die Stofffarbe scheint durch. Dasselbe Motiv wirkt auf weißem, grauem und schwarzem Shirt völlig verschieden. Helle Farben auf dunklem Stoff brauchen oft eine weiße Unterdruck-Schicht, damit sie leuchten.
- Leuchtfarben werden gedämpft. Wie beim CMYK-Druck lassen sich knallige Bildschirm-Neonfarben auf Stoff nicht so hell wiedergeben. Wer eine exakte Farbe braucht, klärt das mit dem Anbieter.
Praktischer Tipp: Das Motiv gedanklich (oder in einer Vorschau) auf der Ziel-Stofffarbe prüfen, nicht nur auf dem weißen Bildschirm.
Was sich gut auf Textil macht
Nicht jedes Bild eignet sich. Am besten funktionieren:
- Grafiken und Schriftzüge mit klaren Formen und Flächen;
- freigestellte Motive ohne Hintergrund;
- reduzierte Illustrationen mit wenigen Farben.
Fotos mit weichen Verläufen und vollem Hintergrund wirken auf Stoff oft unruhig — wenn Foto, dann freigestellt und mit klarem Hauptmotiv. Freistellen behandelt der Beitrag Bild-Hintergrund weiß machen (für den Druck dann transparent statt weiß exportieren).
Die Checkliste vor dem Upload
- Transparentes PNG (nicht JPG)?
- 300 dpi bei tatsächlicher Druckgröße?
- Motiv auf Ziel-Stofffarbe geprüft?
- Klare Formen statt unruhigem Foto-Hintergrund?
- Rand-/Positionsvorgaben des Anbieters beachtet?
Häufige Fragen
Welche Auflösung braucht ein Motiv für den Textildruck?
300 dpi bei der tatsächlichen Druckgröße. Ein Brustdruck von 25 × 25 cm bei 300 dpi entspricht rund 2950 × 2950 Pixel. Da das Motiv aus der Nähe betrachtet wird, sollte man hier nicht sparen — unscharfe Kanten fallen auf Textil sofort auf.
Warum brauche ich ein transparentes PNG?
Weil ein Motiv auf einem farbigen T-Shirt sitzt: Ein weißer oder farbiger Hintergrund im Bild würde als sichtbares Rechteck mitgedruckt. Nur ein PNG mit transparentem Hintergrund lässt den Stoff um das Motiv herum durchscheinen. JPG kann keine Transparenz und ist deshalb ungeeignet.
Warum sehen die Farben auf dem T-Shirt anders aus?
Zwei Gründe: Textildruck arbeitet mit begrenzten Druckfarben, und die Stofffarbe scheint durch. Ein Motiv auf schwarzem Shirt wirkt anders als auf weißem. Kräftige Bildschirm-Leuchtfarben werden gedämpfter, ähnlich wie beim CMYK-Druck. Wichtige Motive vorher auf der Ziel-Stofffarbe gedanklich prüfen.
Kann ich ein Foto aufs T-Shirt drucken?
Technisch ja, aber mit Bedacht: Fotos mit weichen Übergängen und Hintergrund wirken auf Textil oft unruhig. Grafiken, Schriftzüge und freigestellte Motive funktionieren meist besser. Wenn ein Foto, dann freigestellt und mit klarem Motiv, nicht als volles Rechteck.
Quellen
W3C — PNG-Spezifikation (Transparenz) · International Color Consortium — Farbprofile.