Die kurze Antwort
JPG für Fotos und komplexe Bilder mit vielen Farben. PNG für Grafiken, Screenshots, Logos und alles, was Transparenz benötigt. Das ist die Faustregel — aber die Details machen den Unterschied.
Was ist JPG?
JPG (oder JPEG — Joint Photographic Experts Group) ist das meistgenutzte Bildformat der Welt. Es verwendet einen verlustbehafteten Komprimierungsalgorithmus, der Bildinformationen dauerhaft entfernt, um die Dateigröße zu reduzieren.
Bei niedrigen Qualitätsstufen entstehen charakteristische „Artefakte" — verschwommene Blöcke besonders in Bereichen mit starkem Kontrast. Bei 80–90 % Qualität sind diese für das menschliche Auge kaum wahrnehmbar, aber die Datei ist deutlich kleiner als das Original. Warum diese Klötzchen entstehen und wie man sie vermeidet, vertieft der Beitrag JPEG-Artefakte.
- Unterstützt 16,7 Millionen Farben (24-bit)
- Kein Transparenz-Support (Alpha-Kanal)
- Verlustbehaftete Komprimierung — jede Bearbeitung und Neuspeicherung verschlechtert die Qualität
- Sehr weit verbreitet und von jedem Gerät unterstützt
- Ideal für Fotos, typisch 60–200 KB bei Webqualität
Was ist PNG?
PNG (Portable Network Graphics) wurde als freier Ersatz für das lizenzpflichtige GIF-Format entwickelt. Es verwendet verlustfreie Komprimierung— d. h. kein Pixel geht verloren.
PNG unterstützt einen vollständigen Alpha-Kanal für Transparenz, was es zur ersten Wahl für Logos, Icons und Grafiken macht, die auf verschiedenen Hintergründen verwendet werden. Da keine Informationen verloren gehen, sind PNG-Dateien bei Fotos deutlich größer als entsprechende JPGs.
- Verlustfreie Komprimierung — perfekte Qualität
- Voller Transparenz-Support (Alpha-Kanal)
- Unterstützt 8-bit (PNG-8) und 24-bit (PNG-24) Farbtiefe
- Ideal für Grafiken, Logos, Screenshots, Illustrationen
- Größere Dateien als JPG bei fotografischen Inhalten
Der direkte Vergleich
| Eigenschaft | JPG | PNG |
|---|---|---|
| Komprimierung | Verlustbehaftet | Verlustfrei |
| Transparenz | ❌ Nein | ✅ Ja |
| Dateigröße (Foto) | Klein (50–200 KB) | Groß (500 KB–2 MB) |
| Dateigröße (Grafik) | Mittel | Klein–Mittel |
| Qualitätsverlust | Ja, bei jeder Speicherung | Nein |
| Browser-Support | Universal | Universal |
| Ideal für | Fotos, Urlaubsbilder | Logos, Icons, Screenshots |
Wann JPG verwenden?
JPG ist die richtige Wahl, wenn:
- Du Fotos oder Bilder mit vielen natürlichen Farben und Gradienten hast
- Kein transparenter Hintergrund benötigt wird
- Die Dateigröße wichtig ist (z. B. für schnelle Ladezeiten)
- Das Bild nicht mehr bearbeitet werden soll
- Bilder für soziale Medien, Blogs, Online-Shops
Wann PNG verwenden?
PNG ist die richtige Wahl, wenn:
- Transparenz oder ein durchsichtiger Hintergrund benötigt wird
- Das Bild Text oder scharfe Kanten enthält (z. B. Screenshots)
- Das Bild noch weiterbearbeitet werden soll
- Logos, Icons oder Grafiken mit wenigen Farben
- Pixelgenaue Darstellung wichtig ist (z. B. QR-Codes, Diagramme)
Ein häufiger Fehler: das falsche Format umwandeln
Wer ein PNG-Foto in ein JPG umwandelt, spart viel Platz — richtig so. Wer aber ein JPG-Foto in ein PNG umwandelt, in der Hoffnung, damit Qualität „zurückzugewinnen", macht die Datei nur größer, ohne ein einziges Detail zurückzuholen: Was JPG einmal verworfen hat, ist weg. Die verlustfreie Hülle konserviert dann lediglich die bereits vorhandenen Artefakte. Fürs gezielte Umwandeln in die platzsparende Richtung gibt es das PNG-zu-JPG-Tool — es läuft browser-lokal, das Bild verlässt deinen Rechner nicht.
Was ist mit WebP?
WebP ist Googles modernes Bildformat und kann das Beste aus beiden Welten: verlustbehaftete Komprimierung wie JPG, verlustfreie Komprimierung wie PNG und volle Transparenz-Unterstützung. Die Dateigröße ist typischerweise 25–35 % kleiner als das entsprechende JPG oder PNG. Für neue Webprojekte lohnt sich ein Blick auf WebP — der direkte Vergleich zu PNG steht im Beitrag PNG vs WebP.
💡 Tipp: Bei JNRT Pixel kannst du JPG, PNG und WebP direkt im Browser komprimieren — ohne Upload, kostenlos und sofort.
Häufige Fragen
Ist PNG immer besser als JPG?
Nein. PNG ist verlustfrei und beherrscht Transparenz, erzeugt bei Fotos aber drei- bis zehnmal größere Dateien als JPG bei praktisch gleichem Aussehen. Für Fotos ist JPG (oder WebP) die bessere Wahl, für Logos, Screenshots und Grafiken mit Text PNG.
Verliert ein JPG bei jedem Speichern Qualität?
Ja. JPG ist verlustbehaftet — jedes erneute Speichern rechnet das Bild neu und fügt Artefakte hinzu. Deshalb sollte man ein Bild einmal final als JPG exportieren und für Zwischenstände ein verlustfreies Format (PNG oder das Original) behalten.
Kann ich ein JPG nachträglich transparent machen?
Nicht sinnvoll: JPG speichert keinen Alpha-Kanal, die Transparenz-Information existiert also gar nicht. Man kann das Motiv freistellen und als PNG neu speichern — die weichen Kantenpixel des JPGs bleiben dabei aber oft als heller Saum sichtbar.
Was ist besser als JPG und PNG?
WebP vereint beides: verlustbehaftete und verlustfreie Kompression plus Transparenz, bei typisch 25–35 % kleineren Dateien. Alle aktuellen Browser unterstützen es. Für maximale Kompatibilität mit sehr alter Software bleiben JPG und PNG die sichere Bank.
Fazit
Für die meisten Webprojekte gilt: Fotos als JPG (70–85 % Qualität), Grafiken und Logos als PNG oder WebP. Wenn du maximale Kompatibilität brauchst: JPG und PNG. Wenn du moderne, schlanke Websites baust: WebP für beides. JNRT Pixel unterstützt alle drei Formate direkt im Browser.
Quellen
MDN — Bild-Dateiformate im Web · W3C — PNG-Spezifikation · JPEG.org — über den JPEG-Standard.